Der Suchtkranke ist als "Symptomträger" zu verstehen. Deshalb werden die Angehörigen bzw. Bezugspersonen seines sozialen Umfeldes in den änderungsprozess, den die Therapie darstellt, mit einbezogen.
Regelmäßig finden deshalb Seminare für Angehörige bzw. "strategisch wichtige Personen" statt. Bei diesen Seminaren vermitteln wir Wissen über die Suchterkrankung und über Co-Abhängigkeit sowie über weitere Hilfsmöglichkeiten und Selbsthilfegruppen. Wir erarbeiten mit den TeilnehmerInnen Handlungsmöglichkeiten in Problemsituationen während und nach der Therapie.
Auch wenn viele unserer Patienten nur noch über wenig bzw. gar keine stabile/n soziale/n Beziehungen verfügen, versuchen wir, die noch vorhandenen engeren Bindungen im Rahmen familien- und paartherapeutischer Maßnahmen einer Klärung sowie einer konstruktiven Neuorientierung und soweit möglich, frühere familiäre Bindungen neu zu beleben.


